Schule – Die Qual der Wahl

PerspektivenDie Schule soll uns auf das Berufsleben und auf den Beruf vorbereiten. Hier sollen Jugendliche ihre Talente entwickeln, Allgemeinwissen für den Rest ihres Lebens anhäufen und lernen, Verantwortung für ihre Entscheidungen zu treffen. Doch vor lauter Ansammlung von Fachwissen kommt vielen die Vorbereitung auf die Berufswahl viel zu kurz. Und nicht selten stehen Abiturienten schneller als sie erwartet hatten vor der Entscheidung, welchen Beruf sie erlernen sollen und haben keine Ahnung, welche Alternative sie wählen sollen.

Während man in den anderen Schularten meist gezielt auf die Bewerbungsphase vorbereitet wird, verbringt man auf dem Gymnasium dafür umso mehr Zeit und sollte diese gut nutzen, um sich selbstständig auf die Entscheidung des Berufs vorzubereiten. Berufsberater wie im amerikanischen Schulsystem sucht man in Deutschland nämlich meist vergeblich und die Veranstaltungen zur Berufsinformation sind an den meisten Schulen rar gesät.

Entweder man informiert sich also auf eigene Faust durch Praktika oder Ferienjobs über Branchen, in denen man sich seine berufliche Zukunft vorstellen kann oder man vertraut auf seine Interessen in den Schulfächern, die einem Spaß machen und geht das Risiko ein, diese zu vertiefen beziehungsweise einmal etwas ganz Neues auszuprobieren. In der Schule findet man natürlich heraus, ob man eher sprachbegabt oder technisch versiert ist oder ob man in der Klasse vor allem durch soziale Kompetenzen positiv auffällt.

Leider kommen in den Schulen die Interessen vieler Schüler zu kurz. Wo in der Schule kann man Comics zeichnen oder Kleider entwerfen, das Moderieren lernen oder Roboter bauen? Deshalb kann einem die Schule oft die grobe Richtung für die berufliche Zukunft zeigen, aber man sollte auch noch offen für weitere Alternativen bleiben. Jemand, der gerne Sprachen lernt, kann Sinologie studieren und sich damit den Jobmarkt in Asien öffnen.

Wer sich immer gerne in der Schülerzeitung beteiligt hat, für den kommt vielleicht ein Job in Redaktionen oder bei der Zeitung in Frage. Alles in allem dient die Schule auf jeden Fall schon dazu, sich in der Zusammenarbeit mit anderen zu erproben, Präsentationen und Vorträge zu halten und Fachwissen zu sammeln. Deshalb ist die Schule, auch wenn man dort noch nicht seinen genauen Berufswunsch entwickelt, auf jeden Fall eine gute Vorbereitung auf das Berufsleben.

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