Kindheit – “Ich will Astronaut werden!”

AstronautIn der Kindheit gibt es meistens zwei Arten von Berufswünschen. Zum einen wollen Kinder oft den Beruf ergreifen, von dem sie am meisten fasziniert sind, weil er von ihnen als heldenhaft wahrgenommen wird. Vor allem bei Jungs lautet der Berufswunsch daher oft Astronaut, Feuerwehrmann oder Polizist. Oder weil er ihnen in den Medien als erstrebenswert suggeriert wird, sodass vielen Kindern ein Leben als Popstar, Supermodel oder Fußballspieler als Ziel vorschwebt. Zum anderen wählen Kinder oft den Berufswunsch, den sie besonders gut kennen. Entweder wollen sie dann den Berufen ihrer Eltern nachstreben oder sie interessieren sich für Berufe, denen sie in ihrem Alltag ständig begegnen, wie Kindergärtnerin, Busfahrer oder Klavierlehrerin.

 Eines, was man sich aus seiner Kindheit vielleicht bewahren sollte, ist die Vorstellung, die man damals hatte, dass man in erster Linie einfach den passenden Job für sich finden muss und sich alles andere dann schon finden wird. An Massenarbeitslosigkeit, Generation Praktikum, Ellbogengesellschaft und die Tatsache, dass man seinen Traumberuf Fußballspieler oder Astronaut vielleicht gar nicht erreichen könnte, hat man nämlich damals gar keine Gedanken verschwendet. Da ist man als Kind nämlich ziemlich optimistisch!

 Je älter man wird, desto mehr emanzipiert man sich normalerweise von den vorgegebenen Zielen der Medien und den Vorstellungen der Eltern. Was bleibt, sind jedoch grundlegende Interessen und Talente, die man meistens schon von Kindheit an mitgegeben bekommen hat. Oft zeigt sich nämlich schon im Sandkasten, wer eher die Führungspersönlichkeit oder der Vermittlertyp ist. Aber keine Sorge, das sind schließlich nur Anlagen.

 Auch das Leben prägt jeden Einzelnen selbstverständlich und je größer die Auswahl an Berufen, die man kennen lernt, wird, desto spezifischer kann die Entscheidung ausfallen. Wer sich für ein Studium der Lateinamerikanistik, Meeresbiologie oder Wirtschaftswissenschaften entscheidet, kannte diese Bereiche schließlich noch gar nicht, damals im Sandkasten.

Bildquelle: pixelio.de © Dieter Schütz

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